Täglich neue Leute kennenlernen? „Etwas Besseres gibt es nicht“

 

Erich Pilz hat einen Traumjob: Seinen eigenen. Nach ­vielen Jahren im Vertrieb berät er inzwischen bundesweit Geschäftskunden für das WirtschaftsHaus. Das passt perfekt – denn Menschen sind seine ­ große Leidenschaft
Erfahrungen & Bewertungen zu WirtschaftsHaus Unternehmensgruppe

Ganz ausgelastet war Erich Pilz eigentlich noch nie. "Da sind Dinge, die leben in mir", sagt er über sich selbst und muss dabei laut lachen. "Ich bin einfach ein sehr vitaler Mensch." Der WirtschaftsHaus-Mitarbeiter und Geschäftskundenberater war immer schon ein enorm umtriebiger Mensch. Viele Jahre führte er neben seinem Hauptjob eine eigene Szenekneipe. Zeitweise war im Anbau seines Lokals auch sein ­Versicherungsbüro. Es gibt eigentlich nichts, das Erich Pilz schreckt. "Ich war immer die Frontsau", sagt Pilz und grinst. "Ich hatte das ­Mikro in der Hand." Angefangen hat alles in Herten, seinem Heimatort. Als Erich Pilz mit 19 Jahren bei der Bundeswehr war, gab es dort noch eine lokale Disko. Dort unterhielt der Rekrut die Besucher regelmäßig als Kellner und Entertainer. "Ich habe dafür bei der Bundeswehr Sonderurlaub bekommen", schwärmt Pilz im Rückblick. "Und pro Abend 100 Mark verdient. Das war richtig gut. Dadurch bin ich in Herten sehr bekannt geworden."

Pilz hatte keine reichen ­Eltern, er musste kellnern, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Vor der Bundeswehr hatte er Schlosser gelernt. Aber Handwerk und Fabrikjob waren auf Dauer nicht seine Welt. Durch die Bühnenshows allerdings schaffte er - festhalten - den Einstieg in die Versich­erungsbranche. "Mensch Eddi", sagte ein Bekannter zu ihm. "Du kannst gut Reden und prima Geschichten erzählen. Jetzt müssen wir Dir nur noch etwas Vernünftiges beibringen." Es folgte eine überaus erfolgreiche Zeit in einer großen Versicherungsgesellschaft, nach einiger Zeit auch als Generalagent mit sechs Auszubildenden. Dazu führte Pilz ein Immobilienbüro in Herten bei Recklinghausen. Keine leichte Aufgabe in ­einer der ärmsten Kommunen Deutschlands. Er veränderte sich erneut, verkaufte die Agentur und zog um, er fing bei einer Bank an.

 


­Irgendwann mit ­Mitte 50 wollte er ­lieber in einem ­großen Laden arbeiten, wo er seine Erfahrungen einbringen kann. Er lernte auf einer Messe WirtschaftsHaus-­Vorstand Sandro Pawils kennen - und es passte einfach. Pilz' Erfahrung, sein Auftreten, sein Stil waren genau das, was das WirtschaftsHaus brauchte.

Nun reißt der Vielfahrer seit drei Jahren bis zu 100.000 Kilometer jährlich ab, berät bundesweit Makler und Kunden zu Pflegeimmobilien. "Ich lerne täglich neue Leute kennen", schwärmt Pilz über seinen Job. "Das ist das Beste, was es gibt." Es sind Menschen, die den 60-Jährigen zu Hochform auflaufen lassen. "Ich glaube daran, dass alles besser ist, wenn man sich untereinander hilft", sagt Erich Pilz. "Alleine kommst Du nicht klar." Genau das liegt ihm. Egal, wie er gerade sein Geld verdiente: Lokale Fußballvereine konnten eigentlich immer mit einem Trikotsatz rechnen, wenn sie einen brauchten. "Ohne Privatsponsoring und ehrenamtliche ­Bekloppte wie mich geht das alles doch nicht", sagt Pilz. Eddi ist ein Alleinunterhalter, ja – aber er ist kein Einzelgänger.

Seine Frau, eine examinierte Pflegefachkraft, und seine drei Kinder sind der Ankerplatz, an dem er Energie für das Viele bekommt, das er sich vornimmt. Und auch zu Hause gilt: Man hilft sich gegenseitig. Als ­seine Mutter in ihren letzten Lebensjahren demenziell erkrankte, half die ganze Familie bei der häuslichen Pflege. Und als die alte Dame schwer stürzte und kurzfristig einen Pflegeplatz brauchte, kam Erich Pilz erstmals mit dem Thema in Berührung, für das er heute täglich unterwegs ist. Inzwischen sind Pflegeimmobilien vom WirtschaftsHaus eine neue Pilz-Leiden­schaft geworden. In einem jungen Vertriebsteam zu arbeiten - das war für den erfahrenen Mann aus dem Ruhr­gebiet allerdings noch einmal eine ­echte Herausforderung. "Verfügbarkeit und Belastbarkeit spielen in dem Job eine große Rolle", nickt Pilz. Immerhin: Für Facebook und Co., wichtige Hilfsmittel im Vertrieb, hatte er schon ­immer ein Händchen. Wenn es ­soziale Netzwerke noch nicht gäbe, Erich Pilz hätte sie vermutlich erfunden. Nur bei einer Sache, da hat der 60-Jährige ­resigniert: "Die 25-Jährigen sind beim Tastaturschreiben so schnell, dass mir ganz schlecht wird. Da kann ich gar nicht hingucken."


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