Bei den Mönchen

München ist nicht nur Weltstadt mit Herz, sondern die heimliche Hauptstadt Deutschlands

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Bayern ist bekanntlich ein katholisches Land. Da nimmt es nicht wunder, dass die Hauptstadt des Freistaates schon vom Namen her deutliche klerikale Bezüge aufweist. Denn wer in München weilt, weilt eigentlich „bei den Mönchen“.

Denn nichts anderes bedeutet der Name „München“. Er geht auf eine Niederlassung von Mönchen aus dem Kloster Schäftlarn zurück. 1158 wird München als „Munichen“ erstmals urkundlich erwähnt. Wegen der Mönche zeigt das erste überlieferte Stadtsiegel von 1239 bereits einen Mönchskopf mit Zipfelmütze, ab 1304 bildet es einen aufrecht stehenden Mönch mit Gebetbuch und segnender Hand ab. In stilisierter Form ist dieser Mönch heute noch in Stadtwappen und Stadt siegel zu sehen. Irrtümlich wurde der Kuttenträger aber zeitweise auch als Kind gedeutet – dadurch entstand das „Münchner Kindl“.

„Weltstadt mit Herz“ – so bezeichnen die Münchner ihre Stadt gern selbst. Andere nennen die südlichste der deutschen Großstädte auch „die heimliche Hauptstadt Deutschlands“ oder „nördlichste Stadt Italiens“. 

Letzteres hat vor allem mit dem Flair des Ortes zu tun: München ist immer ein wenig lockerer, ein bisschen lustiger und feierfreudiger als andere deutsche Städte. Allerdings auch ein wenig teurer. München ist mit knapp 1,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Deutschlands, hat die zweitgrößte deutsche Universität, ist die zweitgrößte Industriestadt Deutschlands und eine bedeutende Kulturmetropole.

Sein besonderes Flair verdankt der Ort vor allem der Altstadt mit dem Wahrzeichen Münchens, der Frauenkirche mit ihren Doppeltürmen. Hier finden sich auch der Marienplatz, das Herz von München, und der Viktualienmarkt, wo Delikatessenfreunde auf ihre Kosten kommen. Inmitten der vielen Touristen trifft der Besucher tatsächlich noch echte Münchner, die sich im Biergarten ihre Weißwurst mit Brezen und süßem Senf oder eine Leberkäs-Semmel holen und dazu ein Bier genießen.

71 Theater und 50 Museen beherbergt die Stadt. Hier schlossen sich Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc und Paul Klee zur Künstlergemeinschaft des „Blauen Reiter“ zusammen, hier lebten und arbeiteten Schriftsteller wie Thomas Mann und Bertolt Brecht, Frank Wedekind und Joachim Ringelnatz.

Die Alte Pinakothek zählt mit fast 9.000 Bildern großer europäischer Maler des 15. bis 18. Jahrhunderts zu den bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt. Die Pinakothek der Moderne beherbergt moderne Kunst mit Meisterwerken des 20. Jahrhunderts etwa von Picasso, Klee und Kandinsky. Die Staatliche Grafische Sammlung zeigt Zeichnungen und Grafiken von Leonardo da Vinci bis Cèzanne. Das 1905 gegründete Deutsche Museum gehört mit über einer Million Besuchern jährlich zu den meistbesuchten Museen Europas und ist das größte technisch-naturwissenschaftliche Museum der Welt.

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